Wie plant ihr eure Hochzeit, sodass sie zu 100% zu euch passt?

Derzeit gibt es so viele Hochzeitsstile und Inspirationsquellen, sodass es bei der Menge an Eindrücken schwer fällt, genau das herauszufiltern, was wirklich zu einem persönlich passt und was man bei seiner eigenen Hochzeit integrieren möchte.

Um mit der Planung nicht ohne ein genaues Ziel vor Augen zu starten, empfehlen wir euch zu Beginn ein Hochzeitskonzept zu erstellen, das ihr während eurer gesamten Planungsphase als Leitfaden nutzen könnt und euch ermöglicht, strukturierter an eure Hochzeitsplanung heranzugehen. Es hilft euch einen einheitlichen Stil für eure Hochzeit zu kreieren und wird euch die Kommunikation mit euren Dienstleistern erleichtern, da sie eure Ideen besser verstehen und so eure Wünsche ganz gezielt umsetzten können.

Am einfachsten lässt sich ein Hochzeitskonzept mit Hilfe eines Moodboards gestalten. Ein Moodboard ist eine Visualisierung eurer Vorstellungen und Ideen in Form einer Collage aus Fotos, Grafiken, Skizzen und Farbkombinationen, die in euch eine gewisse Stimmung, Atmosphäre und Emotion auslösen.


Euer Moodboard fasst euer Hochzeitsthema und -stil sowie die dominierenden Farben und Elemente eurer Hochzeit auf einen Blick sehr anschaulich zusammen.

Wie ihr euer eigenes, ganz individuelles Moodboard erstellen könnt, erklären wir euch nun Step by Step in sechs einfachen Schritten:


SCHRITT 1 – INSPIRATION SAMMELN

Ihr startet mit der Recherche – was gibt es alles und was davon gefällt euch? Durchforstet alle möglichen Magazine, sozialen Netzwerke und natürlich den Ort unerschöpflicher Ideen: Pinterest. Ihr sammelt einfach alle Bilder, Texte und Grafiken, die euch beeindrucken und inspirieren – schaut auch, was es außerhalb von Hochzeitsfotos zu finden gibt. Öffnet euch für neue Ideen, ohne direkt mit einem Filter nach ganz bestimmten Dingen zu suchen.


SCHRITT 2 – GRUPPEN ERSTELLEN

Im Anschluss ordnet ihr eure gesammelten Bilder nach Gemeinsamkeiten. Dabei gruppiert ihr sie so, dass sie vom Stil, Farben, Emotionen und Assoziationen, die sie hervorrufen, harmonieren. Bilder, die euch nicht mehr gefallen, sortiert ihr direkt wieder aus. Hierbei entstehen mehrere Gruppen, die alle verschiedene Ideen für eure Hochzeit präsentieren. Analysiert die jeweiligen Gruppen – was genau gefällt euch daran? Sind es die Farben, die Materialien, die Stimmung, etc? Vielleicht kristallisiert sich hierbei schon direkt eine Gruppe heraus, die euch besonders anspricht.


SCHRITT 3 – WAS MACHT EUCH PERSÖNLICH AUS?

Dies ist die wichtigste Komponente eures Hochzeitskonzepts: Ihr selbst. Haltet fest, was euch persönlich ausmacht, welche Wünsche und Vorlieben ihr habt und welcher Stil euch richtig gut gefällt, um eine Vision eurer Hochzeitsfeier zu erhalten. Die nachfolgenden Fragen werden euch dabei helfen. Am besten beantwortet ihr diese Fragen getrennt voneinander, damit jeder seine eigenen Wünsche mit einbringen kann und tragt eure Antworten erst danach zusammen.


01. In welcher Jahreszeit heiratet ihr? Was ist das Besondere an dieser Jahreszeit für euch? Welche Assoziationen löst sie bei euch aus?

02. Welche Farben gefallen euch besonders gut? Habt ihr eine Lieblingsfarbe?
(z.B. helle, dunkle, kalte, warme, gedeckte, knallige Farben, Naturtöne, Pastelltöne) 

03. Welche Blumen/Pflanzen gefallen euch besonders gut?
(z.B. Protea, Ranunkeln, Pampasgras, Eukalyptus, Oliven, Feigen, Sukkulenten)

04. Welche Materialien gefallen euch besonders gut?
(z.B. Holz, Stein
, Glas, Leinen, Samt, Metall, Kupfer, Messing, Gold, Silber)

05. Welcher Stil gefällt euch besonders gut?
(
z.B. minimalistisch, industrial, boho, vintage, hippie, rustikal, natürlich, modern, elegant, urban chic)

06. Wie stellt ihr euch die Atmosphäre/Stimmung eurer Hochzeit vor
(z.B. locker, entspannt, verträumt, romantisch, gemütlich, lebhaft,
abenteuerlich, familiär, intim)

07. Wie sieht eure Wunschhochzeit aus? Wie stellt ihr euch diesen Tag vor, wenn alles möglich wäre?

08. Was macht euch als Menschen und als Paar aus?


SCHRITT 4 – GRUPPE WÄHLEN

Anhand dieses Schrittes findet ihr nun heraus, welche eurer gesammelten Ideen wirklich zu euch persönlich passen. Wo findet ihr Schnittstellen zwischen dem was euch persönlich ausmacht und euren gesammelten Inspirationen. Entscheidet euch dann für eine Gruppe, die mit eurer Vision übereinstimmt und in der ihr euch selbst wiederfindet.


SCHRITT 5 – MOODBOARD ERSTELLEN

Nun geht es an die Anfertigung eures Moodboards. Legt die Bilder eurer ausgewählten Gruppe nebeneinander aus und wählt die aussagekräftigsten Bilder aus, die eure Vision am besten verdeutlichen und ein einheitliches Bild ergeben. Ordnet sie anschließend in einer anschaulichen und übersichtlichen Form an. Ob ihr euer Moodboard digital am PC oder analog mit ausgedrucken Bildern erstellt – eurer Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Falls ihr noch mehr Meterial benötigt, dann recherchiert gezielt nach weiteren passenden Bildern und Grafiken, die eure Vision auf den Punkt bringen. Das Moodboard muss nicht von Anfang an perfekt sein – es ist ein Prozess und kann jederzeit erweitert werden.


SCHRITT 6 – MIT DEM MOODBOARD ARBEITEN

Nachdem ihr euer Moodboard erstellt habt, könnt ihr euch nun Gedanken um eure Farbwahl machen. Welche Farben dominieren in eurem Moodboard? Definiert zwei bis fünf Farben, die oft vorkommen und eine gewisse Stimmung in euch wecken. Diese Farben sollten sich dann wie ein roter Faden durch eure Hochzeit ziehen – vonder Papeterie über Hochzeitsdeko & Blumen bis hin zu euren Outfits! Das gleiche gilt für euer Hochzeitsthema und -stil sowie eure Kernelemente, die ihr anhand eures Moodboards definieren könnt.

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